Übertraining


Übertraining

Der wohl bekannteste Fehler, den die meisten Kraftsportler begehen, ist der des Übertrainierens. Sie trainieren einfach zu viel und zu hart. Das wird als sogenanntes „Übertraining“ bezeichnet.

Wozu kann Übertraining führen?

Durch Übertraining kann es dazu kommen, dass nur wenige oder auch gar keine Fortschritte zu erkennen sind. Im schlimmsten Falle kann Übertraining sogar zu Muskelabbau führen. „Je mehr Gewichte….“ ist der am weitesten verbreitete Irrglaube. Eine niedrige Satzzahl verhindert Übertraining, denn auch bei wenigen Sätzen werden die Muskeln stimuliert, größer und stärker. Durch Übertraining aber wird der Körper bzw. Organismus überbeansprucht und kann sich zwischen den einzelnen Trainingseinheiten nicht ausreichend regenerieren.

Was sind Anzeichen für Übertraining?

Folge Symptome lassen einen Rückschluss auf Übertraining zu: Lustlosigkeit im Hinblick aufs Training, Appetit- und Schlaflosigkeit, lang anhaltender Muskelkater oder Gelenkschmerzen, schlechte Bewegungskoordination und Konzentrationsfähigkeit, Schlappheit/Energielosigkeit. Des Weiteren können ein erhöhter Morgenpuls sowie erhöhter Blutdruck am Morgen Indizien für Übertraining sein. Die Selbstuntersuchung des eigenen Körpers ist die (streichen) eignet sich am besten, um derartige Symptome frühzeitig zu erkennen und ihnen entgegen zu wirken. Wenn man dem Körper mehr Energie abverlangt, als er aufweist, schadet dies dem Organismus und bringt nichts als Nachteile. Beim Training sollte vor allem auf einen ausgeglichenen Energiehaushalt geachtet werden. Diesen kann man durch ausreichend Schlaf und eine gesunde, ausgewogene Ernährung positiv beeinflussen. Da das Schlafbedürfnis eines jeden Menschen unterschiedlich ist, können hierzu keine pauschalen Angaben gemacht werden. Wichtig ist, so viel zu schlafen, dass man tagsüber munter ist. Manche Menschen benötigen nur 6 bis 7 Stunden Schlaf, andere hingegen 9 oder 10. Wenn es sich einrichten lässt sind kleine Pausen oder sogar ein Mittagsschlaf sehr empfehlenswert.

Um „falsches“ Training oder Übertraining zu vermeiden sollte man auf seinen eigenen Körper hören. Die bekannten JOE WEIDER TRAININGS PRINZIPIEN besagen, dass man seinem eigenen Instinkt eine wichtige Rolle zuschreiben muss. Wenn man lernt, intuitiv zu trainieren, entwickelt man auch Verständnis für seinen eigenen Körper, mit seinen Bedürfnissen und Grenzen und weiß schließlich genau, wie man am besten trainiert und was man am besten essen sollte, um dem individuellen Organismus gerecht zu werden.

Was tun bei Übertraining?

Erste Hilfe bei Übertraining ist die sofortige Trainingspause. Der Körper braucht zunächst Ruhe und man sollte sich in der Regel eine Trainingspause von ein bis zwei Wochen genehmigen. In dieser Zeit kann sich der Körper ausreichend erholen und kleine Verletzungen können abheilen. Selbst bekannte Bodybuilder wie z.B. Frank Zane, dreimaliger Mr. Olympia, schwört darauf, nach einem Wettkampf ca. einen Monat Pause einzulegen. Ein gutes Anzeichen für die Wiederaufnahme des Trainings ist, wenn man wieder mit großer Lust auf das Training verspürt. Falls man während der Trainingspause Muskelmasse verlieren sollte – keine Angst, den Rückstand wird man schnell wieder aufholen.

Allerdings sollte die Satzzahl beim Wiedereinstieg ins Training um 20-30% von der bisherigen reduziert werden. Eine gute Orientierung bieten die JOE WIEDER INTENSIV TRAININGSTECHNIKEN.

Selbstverständlich ist es das Beste, wenn es gar nicht erst zum Übertraining kommt! Sollte das aber doch der Fall sein, so muss man seinem Körper schnellstmöglich eine ausreichende Ruhepause gönnen.

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